Aus der Redaktion
Auch in diesem Jahr war die Jahreshauptversammlung in Schwerin wieder ein besonderes Ereignis. Neben den Vorträgen haben auch die Exkursionen das große Spektrum der Kulturgeschichte der Streitkräfte gezeigt. Im Kutschenmuseum konnten wir zum Beispiel neben den Prachtkarossen eine beeindruckende Sammlung von Feldküchen in Augenschein nehmen. Im Raketenmuseum war die Vielfalt der Exponate, die die Entwicklung der Einsatzmittel vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die NVA darstellten, beeindruckend. Eine Kuriosität hat uns angeregt, humoristische Aspekte bei der Gestaltung unserer Zeitschrift nicht zu vergessen. Bei den Modellen einer gefechtsmäßigen Raketenstellung der NVA stand vor einem sowjetischen Offizier ein kleiner Tisch mit einer Wodkaflasche. Wir wollen deshalb mit dem ungewöhnlichen Titelbild – Karikatur eines Offiziers der Jäger zu Pferde – den Bezug zu dem Aufsatz über die Eigenmächtigkeiten bei den Helmen dieser Truppengattung herstellen. Dabei wird auch deutlich, dass es auch in der preußischen Armee neben ihren strengen Vorschriften in der Praxis dennoch Abweichungen gab.
Der Aufsatz über den Auslandsbesuch des Kreuzer Emden zeigt, wie die Reichsmarine auf die protokollarischen Notwendigkeiten der damaligen Zeit reagierte. Wünschenswert wäre es, wenn unsere Zeit- schrift diese Problematik bei der Aufstellung der Bundesmarine darstellen könnte. Ebenso würden wir uns freuen, wenn wir weiterhin Themen aus dem Gesamtbereich der Streitkräfte, also auch der Luftwaffe und der Militärmusik, veröffentlichen könnten.
Gerade in der von so vielen problematischen Entwicklungen geprägt Gegenwart wünschen wir unseren Lesern ein wirklich gutes neues Jahr 2026.
Ihr Ulrich Herr und Werner Trolp

