Ausgabe Nr. 499

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Aus der Redaktion

Vielleicht haben Sie sich beim Anblick der Titelseite gewundert. Zusammen mit unserem Satzstudio haben wir ein anschauliches Bild für den Beitrag über die Garderobe des letzten deutschen und preußischen Kronprinzen entwickelt. Nun ist über Kronprinz Wilhelm (1882–1951) in den letzten Jahren viel geforscht und veröffentlicht worden, allerdings stand hierbei zumeist seine Rolle in der Weimarer Republik und im nationalsozialistischen Deutschland zur Diskussion. Seine Garderobe als aktiver Offizier im Kaiser reich wurde bisher anscheinend noch nicht behandelt. Der Beitrag öffnet gewissermaßen 1911 die Kleiderschränke des Kronprinzen und zeigt seine Vor lieben, aber auch die ihn weniger interessierenden Bekleidungs- und Ausrüstungsstücke seiner Zivil- und Militärbekleidung. So war er auf keinen Fall ein Waffennarr. Auf eine hobbypsychologische Interpretation der archivalisch überlieferten Garderobe wurde aber bewusst verzichtet.

Dass für unsere Zeitschrift mit ihrer speziellen Thematik gute Bilder wichtig sind, wurde schon mehrfach von uns erwähnt. Einen großen Teil steuern in der Regel die Autoren aus ihrer Sammlung oder den Beständen befreundeter Sammler bei, Museen sind hin und wieder Bildgeber und nicht zuletzt professionelle Händler, über deren „Ladentisch“ immer wieder interessante Objekte gehen. Für die gute Zusammenarbeit soll deshalb an dieser Stelle Deutschlands führenden Militaria-Fachhändlern und -Auktionshäusern herzlich gedankt werden, die für dieses Heft wieder einige professionelle Aufnahmen aus ihren Beständen beigesteuert haben und damit auch das opulente Titelbild ermöglicht haben, welches aus verschiedenen Abbildungen von zwei Mützen „zusammengebaut“ ist.

Besonders hingewiesen werden soll noch auf den Bericht über das Symposium zur Waffengeschichte, welches im September 2025 in Suhl und Zella-Mehlis stattfand. Es ist zu wünschen, dass damit der Anfang zur Gründung eines Arbeitskreis Feuerwaffen analog zum bereits seit vielen Jahren erfolgreich bestehenden Arbeitskreis Blankwaffen gemacht ist.

Eine interessante Lektüre wünschen
Ihr Werner Trolp und Ulrich Herr