Ausgabe Nr. 500 !

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Aus der Redaktion

Sie halten heute die 500. Ausgabe der seit 1929 erscheinenden Zeitschrift für Heereskunde in Händen.

Zweifellos ein Grund, mit Stolz zurückzublicken, aber auch ein Auftrag für die Zukunft. Bisher ist es in dieser bemerkenswert langen Zeitspanne gelungen, der satzungsgemäßen Zielsetzung entsprechend zu wirken und nicht nur einen respektierten Platz in der akademischen Fachwelt zu gewinnen, sondern auch zu bewahren. Die Publikation trägt seitdem zur Forschung und dem wissenschaftlichen Austausch bei und ist den traditionellen politischen und institutionellen Aspekten der Geschichte von Militär und Krieg genauso geöffnet wie der Pflege des Interesses für die geschichtliche und kulturgeschichtliche Entwicklung der Heere in Bezug auf Formation, Bekleidung, Ausrüstung, Bewaffnung und Verwaltung. Darüber hinaus bot und bietet sie unverändert allen militärhistorisch Interessierten ein Forum für den fachlichen Diskurs. Deshalb muss es weiterhin unser Ziel bleiben, mit spannenden und informativen Beiträgen die historische Bildung zu fördern, aber auch in der breiten Öffentlichkeit das Interesse für die Heeres- und Uniformkunde zu wecken. Der Spagat zwischen der Erwartungshaltung des Publikums und dem wissenschaftlichen Anspruch ist dabei ungleich höher als in der Vergangenheit. Es gilt, die soziokulturellen Zugangsbarrieren für Geschichtsinteressierte niedrig zu halten u.a. durch die umfangreiche und vielfältige Illustrierung der Hefte wie auch ein ansprechendes, aufmerksamkeitslenkendes und Relevanz setzendes Layout, aber trotzdem den wissenschaftlichen Standards Genüge zu tun. Wir brauchen deshalb mehr noch als früher Macher!

Doch heute soll anlässlich der vorliegenden Jubiläumsausgabe mein dankbares Gedenken all den verstorbenen Redakteuren und Mitgliedern der Gesellschaft gewidmet sein, die in der Vergangenheit dazu beigetragen haben, dass unsere Zeitschrift zu dem wurde, was sie ist. Gleichzeitig danke ich aufrichtig den Redakteuren und Mitgliedern, die durch ihre Arbeit und Beiträge die Gewähr dafür boten bzw. nach wie vor bieten, ihren guten Ruf und hohen Stellenwert weiterhin zu stärken.

Dr. Frank Wernitz, Vorsitzender
der Deutschen Gesellschaft für Heereskunde e.V.