Ausgabe Nr. 425

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Ulrich Herr:
Metamorphose einer Lippischen Uniform –
Von der Generalsuniform des Fürsten Leopold II. zur Hausuniform des Grafregenten Ernst

In diesem Beitrag wird über die Uniform der lippischen Regenten zu Beginn und Ende des 19. Jahrhunderts berichtet. Der Verfasser zeigt dabei die Kontinuität in der Entwicklung der blauen Oberbekleidung auf.

Abb.:
Grafregent Ernst zur Lippe (1842-1904) in der vermutlich ab 1897 von ihm getragenen Hausuniform (Privatbesitz)

Abb.:
Epaulett und Feldachselstück eines sächsischen Korps-Rossarztes – 1873/76/81 (Archiv Autor)

Wolfgang Friedrich:
Im bunten Rock für Mensch und Tier

Der Verfasser berichtet über die Entwicklung des Status und damit zusammenhängend auch der Uniformierung der Sanitäts- und Vetrinäroffiziere, der Militärapotheker und des Lazarett-Verwaltungspersonals der Königlich Sächsischen Armee zwischen 1867 und 1914.

Detailliert behandelt er auch spezielle Bereiche, wie Portepees, Epauletten und Achselstücke. Der reich bebilderte Beitrag vermittelt eine breite Übersicht über Gesamtbild und Uniformdetails des angesprochenen Personals.


Jürgen Kloosterhuis:
Verse von Fahnen und Frauen

“Das Fußvolk kommt da geschritten,
Die Trommeln wirbeln voran,
Die Fahne in ihren Mitten,
Weht über den Grünen Plan.
Sie prangt in schneeweißem Kleide
Als wie eine milde Braut,
Die gibt dem hohe Freude,
Wen Gott ihr anvertraut.”

Der Beitrag wurde vom Verfasser als Vortrag zur Eröffnung der Ausstellung “Farben der Geschichte – Fahnen und Flaggen” im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin am 26. April 2007 gehalten. Die Ausstellung dauerte bis zum 9. September 2007.

Abb.:
Standarte des 1. Brandenburgischen Dragoner-Regiments Nr. 2 (Foto: DHM Berlin)


Abb.: Offiziershelm M 1871
1897 erhielt das preußische Grenadier-Regiment zu Pferde Nr. 3 den Grenadieradler verliehen und Granaten auf den Schuppenkettenhaltern. Zur Parade schwarze Haarbüsche.

Rolf Noeske:
Gardeadler ohne Stern

In der schon seit einiger Zeit in der Gesellschaft für Heereskunde diskutierten Frage: “Gardeadler ohne Stern” versus “Grenadieradler” fügt der Autor einen Mosaikstein hinzu.

An Hand von Fotos des Helms von König Gustav V. von Schweden, der geraume Zeit Chef des Dragoner-Regiments Nr. 3 / Grenadier-Regiment zu Pferde Nr. 3 war, zeigt er die Besonderheiten des Gardeadlers auf.


Abb.:
Handskizze Friedrich II. zur “Schiefen Schlachtordnung”
(Archiv Autor)

Volker Schobeß:
Geschichte und Prinzip der
“Schiefen Schlachtordnung”

Bereits im antiken Griechenland wurde das Prinzip der “Schiefen Schlachtordnung” angewandt. Auch der berühmte Alexander der Große wendete diese Taktik an.
Der preußische König Friedrich II. (der Große), ein Liebhaber klassischer Literatur, übte diese ebenfalls bei seinen Truppen ein. Allerdings war diese schwierige Taktik nicht immer von Erfolg gekrönt.


Abb.:
Küstrin in Ostpreußen im August 1758 nach der russischen Besetzung (Skizze von Carl Röchling)

Dieter Radtke:
Vor 250 Jahren:
Die russische Besetzung Ostpreußens 1757/1758

Ostpreußen ist heute zum Teil russisches, zum anderen Teil polnisches Staatsgebiet.

Vor 250 Jahren, im Siebenjährigen Krieg (1756-1763), deutete sich der Verlust des Gebietes an Russland bzw. Polen schon einmal an. Die seinerzeitige politische Ausgangslage, der Verlauf, die Exzesse und die Folgen werden im Bericht des Verfassers ausführlich dargestellt.


Peter Galperin:
Zur preußischen Generalität 1763 bis 1806:
Das Verhängnis leerer Pensionskassen

Über die Pensionsansprüche der Generalität, die “Kassenlage” in Preußen in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts und deren Folge für die genannte Personengruppe berichtet der Autor. Dabei tritt klar zu Tage, daß die finanzielle Situation und daraus folgend das hohe Alter der Generale auch einer der Gründe der Niederlage von Jena und Auerstedt war.


Abb.: “… diente bis zum bitteren Ende.” (Carl Röchling: Friedrich II. und der 85jährige Zieten 1784)


Ulrich Nersinger:
Die Päpstliche Nobelgarde

Wenn von den Soldaten des Papstes gesprochen wird, wird oft nur die Päpstliche Schweizergarde genannt. Bis zum Jahre 1970 stellten die Eidgenossen aber nur eines der vier päpstlichen militärischen Korps.

Der Vatikan verfügte bis dahin noch über eine 150 Mann zählende Päpstliche Gendarmerie, eine 500 Mann starke römische Bügermiliz, die Päpstliche Palatingarde und die sich aus 70 Adeligen zusammensetzende Päpstliche Nobelgarde – das vornehmste und der Präzedenz nach erste Korps des römischen Pontifex.

Über deren Gründung (1801) und Geschichte bis zur Auflösung (1970) berichtet der Verfasser. Dabei werden Uniformierung sowie die Fahne des Korps ebenfalls behandelt.